 Lucas
Cranach a.Ä.
(Kronach 1472-1553
Weimar)
Die heilige Sippe mit dem
Selbstbildnis Cranachs,
1510/1512
Tempera/Holz, 89 x 71 cm, Inv.Nr. 542 |
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fünf eigenhändigen Arbeiten von Lucas Cranach
d.Ä., einem frühen Andachtsbild von Hans
Baldung Grien sowie fünf bemerkenswerten Bildnissen
von Malern des süddeutschen und oberrheinischen
Raumes kann die Akademiegalerie einen beachtlichen
Einblick in die altdeutsche Tafelmalerei geben.
Die beiden
bemerkenswertesten Bilder der Gruppe sind jedoch diese
beiden Tafeln Cranachs, jede einzigartig.
Hinter der Fassade eines
traditionellen "Sippenaltares" mit der Anna-Selbdritt-Gruppe im Zentrum verbirgt
sich die durchaus profane Darstellung von Cranachs eigener Familie: Ihm selbst links am
Rand, seiner Frau und seines Schwiegervaters rechts, die alle in diesem Bildzusammenhang
die Rolle der Nachkommen der heiligen Anna spielen. Cranach malte das Altärchen als
Erinnerung an seine eigene Eheschließung zwischen 1510 und 1512.
Das Täfelchen der "Lucretia" zeigt
Cranach als den maltechnisch perfekten Produzenten kostbarster Bildchen, die als
Sammelstücke von Kunstliebhabern erworben wurden: Es kommt hierin auf die pretiöse
Aktdarstellung an. Von der bewegten Geschichte der Römerin Lucretia, die nach einer
Vergewaltigung Selbstmord beging, erfährt der Betrachter nichts.
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 Lucas
Cranach Ä. (Kronach 1472-1553
Weimar)
Lucretia, 1532
Tempera/Holz, 37,5 x 42,5 cm, Inv.Nr.557 |