VIII holländische Malerei im 17. Jahrhundert

 

Rembrandt Harmensz. van Rijn
(Leiden 1606 - 1669 Amsterdam)

Bildnis einer jungen Frau, 1632
Öl/Leinwand, 92 x 71 cm, Inv. Nr. 611

 

In nächster Nachbarschaft zu dem katholisch und unter spanisch-habsburgischer Herrschaft verbliebenen Flandern hatte sich eine ausgesprochene Bürgerkultur entwickelt. Jene sieben nördlichen Provinzen der Niederlande, die mit dem Waffenstillstand von 1609 de facto ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone gewonnen hatten, schlossen sich zu einer Föderation zusammen, deren einende Basis die protestantisch reformierte Kirche war. Kulturträger war das wirtschaftlich starke, urban geprägte Bürgertum. Seine Anprüche und Bedürfnisse, sein Weltbild reflektiert die holländische Malerei des "Goldenen Zeitalters".
Die holländischen Gemälde in der Akademiegalerie vermögen ein besonders reiches Bild von der Vielfalt dieser Bürgerkultur zu geben, alle Themenkreise sind vertreten: Gesellschaften, Landschaften, Stilleben, Historien, Genrebilder, Portraits.

 

Pieter de Hooch
(Rotterdam 1629 - 1684 Amsterdam)

Familienbild in einem Hof in Delft, um 1658
Öl/Leinwand, 113,5 x 97 cm, Inv.Nr. 715