XI Maler im Umkreis der Wiener Akademie im 18. und frühen 19. Jahrhundert

 

Martin Ferdinand Quadal
(Niemtschitz/Mähren 1736 - 1808 St. Petersburg)

Der Aktsaal der Wiener Akademie im St. Annagebäude, 1787
Öl/Leinwand, 144 x 207 cm, Inv.Nr. 100

 

Vom ältesten Teil der Kunstsammlungen der Akademie bekommt der Besucher heute nur mehr sehr wenig zu Gesicht: Eine erste Ansammlung von Kunstwerken kam mit Hilfe der Aufnahmebestimmungen zustande: Jeder Bewerber um die Mitgliedschaft an der Wiener Akademie hatte ein "Aufnahmewerk" zum Nachweis seiner künstlerischen Befähigung einzureichen, das bei positiver Begutachtung im Besitz der Akademie blieb. Längst nicht alle Gemälde, die auf diese Weise an die Akademie kamen, sind auch in das Inventar der Galerie aufgenommen worden.

Mit der Errichtung einer österreichischen Nationalgalerie - der Österreichischen Galerie Belvedere - wurden alle Gemälde "österreichischer" Künstler dorthin abgegeben. Dennoch hat sich die Akademiegalerie ein beispielhaftes Ensemble von vorwiegend klassizistischen Aufnahme- und Preisstücken bewahrt, die Einblicke in das Leben an der Akademie im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert dokumentieren, wie der "moderne" klassizistische Geschmack auch für die Wiener Kunstszene prägend wurde.

 

Friedrich Heinrich Füger
(Heilbronn 1751 - 1818 Wien)

Alkeste opfert sich für Admetos, um 1804/1805
Öl/Leinwand, 194 x 139 cm, Inv.Nr. 1493