| Vom ältesten Teil der
Kunstsammlungen der Akademie bekommt der Besucher heute nur mehr sehr wenig zu Gesicht:
Eine erste Ansammlung von Kunstwerken kam mit Hilfe der Aufnahmebestimmungen zustande:
Jeder Bewerber um die Mitgliedschaft an der Wiener Akademie hatte ein
"Aufnahmewerk" zum Nachweis seiner künstlerischen Befähigung einzureichen, das
bei positiver Begutachtung im Besitz der Akademie blieb. Längst nicht alle Gemälde, die
auf diese Weise an die Akademie kamen, sind auch in das Inventar der Galerie aufgenommen
worden.
Mit der Errichtung einer österreichischen
Nationalgalerie - der Österreichischen Galerie Belvedere - wurden alle Gemälde
"österreichischer" Künstler dorthin abgegeben. Dennoch hat sich die
Akademiegalerie ein beispielhaftes Ensemble von vorwiegend klassizistischen Aufnahme- und
Preisstücken bewahrt, die Einblicke in das Leben an der Akademie im späten 18. und
frühen 19. Jahrhundert dokumentieren, wie der "moderne" klassizistische
Geschmack auch für die Wiener Kunstszene prägend wurde.
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