Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien - Presseinformation
Ein Meisterwerk heimischer Gotik zu Gast der in Gemäldegalerie
In Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt und der Dombauhütte zu Sankt Stephan zeigt die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ab 8. Dezember 2011 im Rahmen der Ausstellung »Gips folgt Stein« ein Meisterwerk heimischer Gotik. Dabei handelt es sich um das Keckmann-Grabdenkmal von circa 1512, das ein hervorragendes Beispiel der Wiener Bildhauerkunst zuzeit von Meister Pilgram darstellt. Das Monument wurde erst kürzlich restauriert und kann nun in all seinen Feinheiten aus nächster Nähe betrachtet werden, bevor es wieder an seinen angestammten Platz in der Stephanskirche zurückkehrt.
Gips folgt Stein. Das Keckmann-Grabdenkmal aus St. Stephan
Im Zentrum der Sonderschau steht die Präsentation des Grabdenkmals des 1512 verstorbenen Wiener Universitätsprofessors Johannes Keckmann. In Augenhöhe können die Besucher nicht nur die qualitativ hochwertigen Reliefs mit ihren fein ausgearbeiteten erzählerischen Details betrachten, sondern auch Wissenswertes zur Restauriergeschichte und den Untersuchungsergebnissen zum Entstehungsprozess erfahren.
Schau beleuchtet auch »Gotik-Hype« des 19. Jahrhunderts
In der Ringstraßenzeit wurde großes Interesse auf die Meisterwerke der heimischen Gotik gelegt. Aufgrund hoher Wertschätzung mittelalterlicher Kunst entstanden im 19. Jahrhundert unter anderem zahlreiche Abgüsse von Kunstwerken aus dem Stephansdom. Als Zeugen dafür sind dem Original des Keckmann-Grabdenkmal zwei 1875 angefertigte Gipsabgüsse aus der Glyptothek der Akademie der bildenden Künste zur Seite gestellt. Sie zeigen das zentrale Relief des Grabdenkmals und das berühmte Selbstporträt von Meister Pilgram für den Orgelfuß von Sankt Stephan.
Ausstellungsdauer:
8. Dezember 2011 bis 12. Februar 2012
Di - So 10.00 – 18.00 Uhr
Ausstellungsort:
Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste,
Schillerplatz 3
1010 Wien